Sonntag, 21. Oktober 2018

Kunst ist Leben. Leben ist Kunst (5)

Life on Mars

Der Beginn einer Malerei passiert oft spontan und ohne viel Nachzudenken. Ich male einfach drauf los. Als würde meine Hand schon wissen, wo sie mit den Pinsel den nächsten Farbtupfer hinsetzen soll. Umso dicht bemalter die Leinwand wird, desto spannender wird es. Punkt für Punkt, Strich für Strich geht es dem Ende zu. Doch manches Mal gibt es nicht sofort einen Schlusspunkt für ein Bild. Es muss warten, bis der finale Prozess mit meiner Signatur einen Abschluss findet.
Vorsichtig setze ich den Pinsel an. Ich will nicht auf den letzten Zentimetern das Gemälde verpatzen. Das Bild stand schon monatelang neben dem Fernseher, so war es immer in meinem Blickfeld. Da und dort könnte ich es heller, dunkler, bunter oder überhaupt ganz anders gestalten. Doch heute war es im Kopf fertiggestellt, deshalb waren nun auch alle Farben und Pinsel zur Hand. Dicke borstige Gesellen ebenso, wie die schlanken mit schütterer Haarpracht. Das Gemälde liegt auf meinem Schoß, wie immer. Ich brauche eine körperliche Verbindung zu der Leinwand. Aber vor allem engen Hautkontakt mit der Farbe. Die muss ich spüren, egal ob auf den Fingern, den Armen, im Gesicht und ab und an sogar auf meinen Beinen. Eigentlich sollte ich nackt malen! Das muss sich doch herrlich anfühlen. Einen Versuch wäre es wert.
Ich öffne die Flasche mit der roten Farbe. Einige Tropfen quellen über den Rand. Beinahe habe ich das Rot von meinen Fingern abgeleckt. Es sieht schon verdammt nach Erdbeermarmelade aus. Da oben links in der Ecke macht sich das Rot sicherlich gut. Liebevoll male ich das signalisierende Detail auf die Leinwand. Ein hübscher sinnlicher Mund lächelt mich an. Gut das die Farbe so schnell trocknet. Kurz stelle ich das Bild zur Seite und betrachte es noch einmal ein wenig kritisch. Irgendwas fehlt da noch.
Plötzlich springt mein Kater, wie aus dem Nichts auf mein Sofa, knapp an der Leinwand vorbei. Er versucht die Tuben auf den Boden zu werfen. Immer wieder fischt er geschickt mit seinen Pfoten nach den Farbbehältern. Das gefällt mir überhaupt nicht und ich stupse den Felltiger von der Couch. Der rennt empört mit Stolz erhobenen Schwanz aus dem Zimmer. Beleidigt verdrückt er sich durch die Türe ins Vorzimmer und touchiert demonstrativ mit seiner Futterschüssel. Ein unüberhörbarer Hinweis, dass es Zeit für Nahrungsnachschub sei. Auch für mich ein guter Zeitpunkt, eine kleine Jause einzulegen.
Ich gehe in die Küche und bereite mir einen Kaffee zu. Während ich die Tasse aus dem Küchenschrank nehme, höre ich das von unten kommende fordernde Miauen des Katers. Sein Kumpel, der schwarzweiße umkreist meine Beine. „Fressen, dauernd nur fressen!“, sage ich neckisch zu meinen tierischen Wohngefährten. Der Kaffee dampft durch die Maschine. Ein paar Süßigkeiten dazu auf einen kleinen Teller nett drapiert. Nun noch die Katern mit Futter versorgen. Gierig lecken sie schmatzend die Schüsseln in wenigen Minuten aus. Ich trete mit Kaffee und süßer Beilage bewaffnet den Rückzug ins Wohnzimmer an, werfe wieder kurz einen Blick auf das fast fertige Gemälde. Das sieht wirklich nicht schlecht aus, denke ich. Doch bevor es weitergeht, noch einen Schluck Kaffee aus der kleinen Tasse.
Welche Farbe fehlt? Nein es ist keine Farbe. Es ist ein kleines Detail. Zu sehen gibt es jede Menge. Auch wenn das Bild lediglich 40 x 40 cm groß ist. Jeder cm² erzählt seine eigene Geschichte. Bunte Wesen mit großen Augen und langen Wimpern fliegen quer über die Leinwand. Sie sind nackt. Besonders auffallende Frisuren thronen auf ihren Köpfen. Die Blicke dieser Wesen konzentrieren sich auf etwas in der Ferne.
Die Zukunft im Blick. Eine Ansicht die Wohlbehagen vermittelt. Die Figuren in ihrer einzigartigen Form und Farbe existieren friedlich nebeneinander. Der enge Lebensraum bereitet ihnen keine Angst. Im Gegenteil diese Nähe wärmt sie. Sie sind eingehüllt von dem gelben Schein der Sommersonne. Pflanzen, Tiere und andere Lebewesen sind dort angekommen wo sie miteinander sein können. Der große Blonde Frauenkopf sendet gemeinsam mit den vielen grüntürkisenen Helfern die Energie in den Lebensraum. Der Baum der Herzen spendet die Kraft der Liebe.
Es fehlt wohl einfach noch ein Kontrast zu dieser vermeintlich friedlichen Idylle. Etwas worauf der Mensch nicht gerne verzichten möchte. Ich denke, ja der Verstand, das Denken, das Grübeln, Gedanken wälzen, Hirntschechereien, Überlegungen, Hirngespinste, Ideen, Phantasien das allesumfassende Gedankengut der Menschheit.
Detailansicht: Life on Mars
Ein Vogel mit schrägem Blick verwaltet hier nun das, was uns auf der Erde zum Menschen gemacht hat. Hier auf diesem bunten Gemälde der Zukunft auf einem anderen Stern. Wie der gefiederte, etwas geknickte Freund wohl mit diesem Schatz umgehen wird?
(verfasst am 17.1.2015©Bluesanne)

Samstag, 20. Oktober 2018

Kunst ist Leben. Leben ist Kunst (4)


Seit 2008 bietet Basis Kultur Wien jährlich AmateurkünstlerInnen die Möglichkeit ihre Werke zu präsentieren und auch zu verkaufen. Die Amateurkunstmesse im Wiener Rathaus dauert zwei Tage und findet jährlich statt.
2012 hatte ich mich das erste Mal für diese Messe beworben. Besser gesagt meine Bilder haben das getan:
Sehr geehrte Frau …,
im Namen unserer Produzentin, Bluesanne bewerben wir uns für die 4. Wiener Amateurkunstmesse! UNSER MOTTO: EXHIBITIONISMUS! JA, WIR OUTEN UNS! WIR ZEIGEN UNS GERNE. BESONDERS VOR PUBLIKUM. STEHEN UND HÄNGEN GERNE IM LICHT. PRÄSENTIEREN UNS IMMER VON DER FARBIGSTEN UND AUSDRUCKSVOLLSTEN SEITE. VIELFÄLTIG UND FACETTENREICH WIE WIR SIND, KONVENIEREN WIR UNS AN JEGLICHE UMGEBUNG IM PASSENDEN RAHMEN HERVORRAGEND AN. NUNDENN...WIR WOLLEN UNS BEI IHNEN ZEIGEN, WIR DIE WERKE VON BLUESANNE UNSERER PRODUZENTIN. IMMER EIN UNIKAT! IMMER EIN ORIGINAL! IMMER BLUESANNE! Mehr als 200 Werke warten auf den besonderen Moment. Als autodidaktische kreative Floridsdorferin würde ich mich riesig freuen, im Wiener Rathaus dabei zu sein.
Mit freundlichen Grüßen
Als Anlage sandte ich selbstverständlich 5 Beispielbilder meiner Malerei mit. Dann hieß es warten. Ich war jedoch sehr zuversichtlich und hatte mir den Termin bereits in meinen Kalender eingetragen. Täglich sah ich sehnsüchtig in mein Mailkastl. Endlich Antwort! Vorsichtig klickte ich auf die heißersehnte Post. JA! Herrlich, meine Bilder im Wiener Rathaus, gemeinsam mit vielen anderen Künstlern. Wunderbar.
Da ich ja jede Menge Bilder in meinem Repertoire habe, galt es nun eine Auswahl zu treffen. Jede(r) KünstlerIn hat einen ganzen Tisch /ca. 120 cm lang und 70 cm tief, 1/2 Stellwand zum Hängen / ca. 140 cm breit/ 180 cm hoch, und 2 Sessel zur Verfügung. Der Platz war also begrenzt. Die Kunstwerke sollten auch den Preis von € 300,-- pro Stück nicht überschreiten. Somit war klar, dass ich die ganz großen Gemälde nicht mitnehme. Auf alle Fälle mussten meine BluesanneMinis mit. Für die weitere Auswahl, holte ich mir Rat von meiner Allerliebsten. Sie begleitete mich auch die Tage bei der Messe. Der Standplatz sollte den ganzen Tag über besetzt sein, somit konnten wir uns abwechseln.
Am Abend, bevor die Amateurkunstmesse für das Publikum geöffnet wird, gibt es einen Empfang für geladene Gäste. Ein wenig Musik, Buffet und Ansprachen diverser Politiker. Doch ich war an diesem Abend mehr mit der Vorbereitung und Gestaltung meines Messestandes beschäftigt. Es war wirklich sehr eng, und viele Bilder musste ich unter meinem Tisch verstauen. Zufrieden mit den Vorbereitungen und der festlichen Eröffnung gingen wir ein paar Stunden schlafen, bevor es so wirklich losging.
Das Wetter war herrlich. Die Stimmung war gut. Die MitkünstlerInnen hatten ebenfalls viele spannende und interessante Kunstwerke aufgestellt. Wir schlenderten durch die bunte Menge. Dann konnten wir nur noch warten, bis die ersten Besucher kamen. Und es kamen sehr viele. Ich war überrascht. Das Interesse war wirklich groß. Als Verkäuferin bin ich nicht besonders gut geeignet, deshalb war ich froh, dass meine Freundin mit war. Ich plauderte lieber mit den Kunstinteressierten über meine Bilder. Nicht nur jede Menge Bilder hatte ich mitgebracht, auch die unterschiedlichen Kataloge und natürlich auch Visitenkarten.
Einen Besucher habe ich noch besonders in Erinnerung. Er schnappte sich einen meiner „Bilderbücher“ und saß den gesamten Nachmittag an einem Tisch und blätterte sehr interessiert darin herum. Sein Resümee war kurz aber prägnant:“Sie haben keinen Stil, ich meine ich finde nicht wirklich viele Gemeinsamkeiten in ihren Bildern.“ Gekauft hat er nichts. Doch diesen Satz verwende ich oft als Überbegriff der Werke – stillose Kunst! Irgendwie passend, finde ich. Nicht Fisch und nicht Fleisch. Eben vielfältig, abwechslungsreich, gemischt mannigfaltig und bunt.
Die zweimal 8 Stunden Tage vergingen wie im Flug. Mein Verkaufsschlager waren die BluesanneMinis. Vorwiegend Kinder mögen diese kleinen Bildchen mit der Holzstaffel.
In der Quintessenz war es für mich eine sehr aufregendes Erlebnis in einen derartig wunderschönen Rahmen im Wiener Rathaus meine Bilder zeigen zu können. Ein wenig stolz war ich schon. Keineswegs enttäuscht, nicht allzu viel verkauft zu haben. Es war eine Art Auskundschaften, wie fremde Menschen auf meine Bilder reagieren und ob es überhaupt Interesse gibt.
Heuer werde mich erneut bewerben. Ja und vielleicht darf ich meine vielen neuen Gemälde dem interessierten Publikum präsentieren.

Bilder - - - - >  4.Amateurkunstmesse 2012
(verfasst am 09.01.2015©Bluesanne)

Freitag, 19. Oktober 2018

Kunst ist Leben. Leben ist Kunst (3)

Selbstportrait

In der Zeit von 21.06. – 03.08.2012 war ich im wunderschönen Gars/Kamp zur Reha.
Nach meinem totalen Zusammenbruch von Körper und Seele war das dringend erforderlich.
Die Anreise war für mich schon eine enorme Herausforderung. Ich hatte meinen „Zwingo“ vollgepackt bis zum Anschlag. Obwohl ich mir über www einen Routenplan ausgedruckt hatte, habe ich mich kurz vorm Ziel ziemlich arg verfahren. Die Fahrt dauerte doppelt so lange, als geplant. Daher kam ich natürlich viel zu spät an und war dementsprechend erschöpft. Gleich beim Empfang wurde ich schon zum ersten Termin geschickt. Am liebsten wäre ich wieder in mein Auto gestiegen und Heim gefahren.
Gut, dass ich es nicht getan habe. Diese Zeit dort war sehr wichtig, aufschlussreich, wertvoll und lehrreich für mich. Abgesehen von unterschiedlichen Therapien bei Psychologen (einzeln und in der Gruppe), gab es viele Möglichkeiten sich kreativ zu betätigen. Im Gepäck hatte ich einen prall angefüllten Einkaufswagen mit (fast) all meinen persönlichen Malutensilien. Pinsel, Farben, Leinwände, Stifte, Papier uvm.
Mit diesem Wägelchen fuhr ich bei der ersten Maltherapiestunde vor. Neugierig skeptische Blicke von allen Seiten. Ich setzte mich auf einen Hocker zu den anderen TeilnehmerInnen und wartete was passiert. Der Therapeut stellte sich kurz vor und wir taten dies ebenfalls. Rundherum dutzende Temperaflaschen, Pinsel, Ölkreide, Stifte, Leinwände, Papier, Spachteln und Farben Farben Farben …ein Paradies. Der Raum war angenehm hell durch die großen Fenster in den Hof. Und die Leute schienen auch ganz angenehm zu sein. Ein wenig verlor ich meine Anspannung, war aber dennoch äußerst skeptisch. Zu meiner Überraschung gab es keinerlei Vorgabe oder Anweisungen. Wir sollten einfach drauf los malen. Herrlich!
Doch das Allerschönste war, ich durfte meine„Minis“bemalen. Gut, dass ich sie mitgenommen hatte.
Diese Malstunden haben mir definitiv das Leben gerettet. Hier spürte ich das erste Mal, wie sehr mich die Farben und das Spielen damit fesselt.  Der Geruch, das Fühlen der Farben, die Bewegung mit Fingern, Händen oft mit dem ganzen Körper. Der gesamte Prozess ist wahrlich ein sinnlich befreiendes Gefühl. Und ich muss dabei nicht sprechen.
Ich kann meine Gedanken auf die Leinwand zaubern. Die Wärme die ich dabei fühlte war für mich der einzige Grund, warum ich mich (noch) nicht vom Leben verabschiedet habe. Es hat mir gezeigt, dass ich noch eine Chance habe etwas zu spüren. Denn das Gefühl, innerlich tot zu sein ist grausam. Ich rannte wie ein Zombie durch die Gegend. Eiskalt, leer, ohne jegliche Empfindung, Alles und Alle waren mir gleichgültig geworden. Mich selbst gab es nicht.
Ich male ja schon seit etwa 1997 regelmäßig und bin sehr produktiv. Doch bis dahin war mir nicht wirklich bewusst wie kostbar der bunt kreative Wahnsinn für mich ist. Ich bin froh und sehr dankbar dafür, dass ich diese Obsession in mir entdeckt habe. Das Malen ist für mich eine Art der Kommunikation geworden.
Das ist gut so, weil das Reden mit Neuen Menschen mir nach wie vor sehr schwerfällt.
Danke liebe Farben! Danke an die Kreativität! Danke an die, die meine Bilder mögen oder gar lieben!
(verfasst am 22.12.2014©Bluesanne)

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Kunst ist Leben. Leben ist Kunst (2)

Bat

„Seit wann malen Sie“, fragte mich eine Dame bei meiner ersten Vernissage. Ich habe schon als Kind gemalt, wollte ich antworten, wäre zwar die Wahrheit gewesen, aber das wollte sie anscheinend nicht wissen. Also so richtig mit Leidenschaft würde ich sagen so ab 1997-1998.
An einem verlängerten Wochenende anno 1997 durfte ich vier herrliche Tage in Paris verbringen. Selbstverständlich besichtigte ich den Eifelturm, ging auf der Champs-Élysées spazieren und genoss Café au lait und Crêpe. Machte Fotos vom Arc de Triomphe. Fuhr mit der Métro quer durch die Metropole. Schlenderte die Seine entlang. Staunte über die Basilika Sacré-Cœur am Montmartre. Bewunderte die Straßenkünstler am Place du Tertre.
Doch das eindrucksvollste waren für mich die Besuche im Louvre und im Centre Pompidou.
Das Louvre mit 60.000 m² altehrwürdiger Meisterwerke wie das der Mona Lisa von Leonardo da Vinci. Gewaltige bis ins kleinste Detail dargestellte historische Szenerien gebannt auf riesigen Leinwänden. Einfach unglaubliche optische Eindrücke. Und immer fragte ich mich, wie geht das bloß, wie konnte das ein einziger Mensch  schaffen? Ich fand heraus, dass oft mehrere Künstler gleichzeitig an einem Projekt arbeiten. Und das über viele Jahre oder gar Jahrzehnte. Unzählige ausgestellte Skizzen mit Rötelstift zeigten mir die Anfänge dieser Werke.
Jedoch das Centre Pompidou war für mich schon alleine wegen seiner Architektur noch ansprechender. Dieses Museum repräsentiert die Künste des 20.Jahrhunderts. Ich saß oft bis zu einer Stunde vor einem einzigen Kunstwerk. Versuchte mir vor zustellen, wie der Künstler es geschaffen hat. Oft waren es vordergründig simple einfach wirkende Kunstwerke, aber das täuscht. Ich konnte mich nicht satt sehen, es war wie ein Rausch. Von einem zum anderen Ausstellungsprojekt zu wandern. Oft ging ich wieder retour und wollte diese magischen Momente festhalten. Vor einem Bild zu stehen, ist wie ein Live-Konzert mit den Augen. Man nimmt es mit all seinen Sinnen auf. Am liebsten hätte ich in diesem Gebäude voller schöpferischer Lebendigkeit übernachtet oder wäre gar eingezogen.
Diese Wanderungen durch die phantastische Welt der Kreativität haben mich schwer und nachhaltig beeindruckt. Ich wollte das ebenfalls „können“.
23.01.2012
Manchmal wünschte ich mir, so zu malen, wie die berühmten Maler,aber dann wäre es keine Original  Bluesanne
Einfach mit unterschiedlichsten Farben und Materialien emotionale Augenblicke einfangen auf Papier,Karton, Holz oder Leinwand bringen. Ohne jegliche Ahnung, worauf ich mich da einlassen würde. Ich liebe es in die Farben ein zu tauchen zuerst mit dem Pinsel und dann auf dem fertigen Bild. Ich liebe die Farbe die auf meiner Haut kleben bleibt. Oft wasche ich sie tagelang nicht ab. Ich liebe den Geruch der Farben. Ich liebe Farbe zwischen meinen Fingern zu spüren. Jeder Farbton fühlt sich anders an.
Eine spannende und aufregende Reise begann, na eben ab da 1997.
Seitdem habe ich mehr als 500 Bilder produziert. Und es werden immer mehr. Eine leidenschaftliche Obsession!
Vielleicht habe ich sogar die größte Sammlung an Kunstwerken auf der kleinsten Ausstellungsfläche?
Und…2012 hat mir der Zauber der Farben mein Leben gerettet.
Deshalb schätze und genieße ich meine Farbenphantasien jetzt mehr als je zuvor!
Wann wart Ihr zuletzt in Einer Ausstellung?
Vielen Dank!
(verfasst am 24.11.2014©Bluesanne)

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Kunst ist Leben. Leben ist Kunst (1)

Kunst ist, 22.08.2012, A4, Acryl+Tusche auf Papier

Wir begegnen täglich Kunst und Kultur,  wenn auch nicht immer bewusst.
Kultur (von lateinisch cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur.(Quelle:Wikipedia)
Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses.(Quelle:Wikipedia)
Ein paar Gedanken zum Bunten in meinem Leben (Die Farben sind meine Lebensretter!)
Warum ich male? ...ist doch eigentlich gleichgültig, oder?
Doch für Musiker, Schriftsteller, Schauspieler, Maler und vielen andere künstlerisch tätigen Menschen, spielt der Ursprung ihres Tuns eine wesentliche Rolle. Die Bewegung im Künstler erschafft um zu etwas zu bewegen. Der Prozess des schöpferischen Gestaltens steht im Vordergrund. Kreative Menschen produzieren mit ihrer gesamten Persönlichkeit und gewähren uns Einblicke in anregende Welten. All dies passiert mit Hilfe der Sinne. Sie lassen uns nicht nur leben, sondern erleben. Viele Schöpfungen inspirieren, bringen uns zum (nach)Denken, berühren unsere Seele. Menschen begegnen sich in einem Lied, entdecken sich in einer Rolle eines Schauspielers. Sehen sich erkannt in einem gemalten Bild. Das Gefühl des Verstanden Seins entsteht. Oder es verändert gar eine Lebenseinstellung. Ein Künstler teilt sich mit und teilt mit dem Publikum.
Eine wunderbare Sache, diese Kreativität.
Inspiriert durch das Leben angetrieben von Obsessionen motiviert von dem Durst nach Kenntnissen entstehen unzählige kreative Aktionen.(©Bluesanne)
Farbe ist aus meinem Leben nicht weg zudenken. Selbst wenn ich ein Bild mit wenigen Farben male. Auch ein Bild, welches beim ersten Hinsehen schwarz - weiß aussieht kann bunt sein. Die Vielfalt entsteht durch das Motiv, beim Betrachten und vor allem in der Phantasie. Meine Bilder sind vorwiegend abstrakt. Meist lege ich mich nicht auf ein Thema oder eine Szene fest. Aber was soll ich noch viel darüber schreiben. Seht hin, nicht nur einmal, schaut hin, nicht nur im Vorübergehen, fühlt es. In Jeden steckt ein Teil von mir. Jedes Bild eine Momentaufnahme mit nachhaltiger Umarmung für die neuen Eigentümer.
Bluesanne ist einfach einfach authentisch im Leben, wie auch in ihrer Kunst. Ihre Malerei ist jetzt. Denn wenn wir nicht tun, leben wir morgen wie gestern. Genauso begegnen wir ihren Bildern, die Alles zulassen und nichts ausschließen. Lebensfreude trifft Echtheit, und uns. Eine Schaulust des Sehens beginnt. Peter M. (*1957 - †2010)
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (verfasst am 18.10.2014©Bluesanne)