Freitag, 21. November 2014

Samstag, 18. Oktober 2014

(Liebes) Brief an einen (Un)Bekannten!

Tears&Dreams

Verfasst am So 18.12.2011


Servus mein …

und nun passiert es mir nach unendlich ewig langer Zeit, dass mein etwas verkrustetes Gehirn, wieder in Bewegung gerät. Es rasen die abwegigsten Gedanken durch die Bahnen und nehmen kein Ende. Es ist, als hätte sich da tief drin in meinem Kopf ein verborgenes Energiefeld los gelöst, und sich auf den Weg durch meine grauen Zellen gemacht und diese freigewordene Kraft, knipst nun eine Synapse nach der anderen an. So als würdest Du eine Lichterkette einschalten. Es ist ein angenehmes und befreiendes Gefühl, wenn man bedenkt, wie unendlich wichtig mir mein Geist ist.

Jedoch, was mir noch paradoxer erscheint, ist die Tatsache, welche Gefühle in mir hoch kommen, wenn ich Deine E-Mail im Postfach erblicke, und anschließend Deine Worte in mir aufsauge. Auch wenn darin ja nicht wirklich romantische oder ähnliche Gedanken formuliert werden. Aber irgendwie sind es für mich nicht nur Worte, es ist als würdest Du da sein, und ich fühle mich unendlich umarmt von Dir. Ein derart wohliges Gefühl, dass ich ebenfalls, schon seit ewigen Zeiten vermisst habe. Es schleudert mich wohl wie die Teilchen in Cern durch die Röhre. Ob es nun lediglich die Sehnsucht danach ist, oder „tatsächlich“ passiert, möchte ich nicht hinterfragen. Es würde meine Phantasie ankratzen und beschädigen.

All die Macht der verwirrenden und absolut einzigartigen Emotionen, die mich vor über drei Jahren befallen hatten, überschwemmt mich in diesen Moment. Sie kriecht in mich hinein, und lässt mich für einen kurzen Moment zufrieden sein. Auch diese ungetrübten und ehrlichen Empfinden, habe ich schon so unendlich lange nicht mehr gefühlt. Nach diesem Ausbruch in mir, kramte ich die Korrespondenz von damals hervor und plötzlich war alles irgendwie klar. Gereinigt in Kopf, Seele und Herz.

Nach diesen einleitenden Worten meiner augenblicklichen Befindlichkeit, wäre es natürlich gelogen, wenn ich nun schreiben würde: „Komm, wann Du kannst.“

Und wenn ich meinen Gefühlen endlich wieder Glauben schenken könnte, dann würde ich alles dafür tun, um Dich zu spüren.

Aber…ich bin krank. Und ich befürchte, ich traue mir nicht ganz über den Weg. Natürlich kann ich mir auch gut vorstellen, wie sehr ich Dich mit meinen Sehnsüchten verwirre.

Sag mir, ist da was, was ich nicht wissen kann? Etwas was Du auch weißt, und nicht realisieren kannst. Es nicht zulassen kannst, weil es so irreal scheint. Das Projekt von damals kommt offensichtlich in eine neue Phase. Macht es Sinn, hat es Sinn? Fragen über Fragen türmen sich auf den Haufen der explodierenden Endorphine. Decken sie zu, und greifen sie an, wie ein Virus.

Die letzten Ewigkeiten, kommen mir vor, als hätte ich in einem Schneckenhaus gelebt und wäre in diesem Irrgarten herum gelaufen. Deshalb kommt mir dieser Augenblick mit Dir so klar vor. Aus welchen Grund auch immer. Es fällt so verdammt schwer, daran glauben zu wollen. Die Angst! Ich hasse, diese Scheißangst, vor Geschehnissen, die nicht wirklich planbar sind.


Am liebsten würde ich diese Ansammlung an Zweifel auf eine Deponie schmeißen, und …


Ach Du Mensch! Bist Du Der, den man sein ganzes Leben lang sucht. Der Mensch, der alle Sehnsüchte in mir zum Stillstand bringt und Hoffnung gibt? Der Mensch, der mir wieder Stabilität, Zuversicht, Kraft und Liebe schenkt? Bist Du das Weihnachten, das vor der Tür steht?

Heftig, kann ich Dir nur sagen! Ich fasse meine eigenen Worte nicht, die aus mir heraus sprudeln. Jedoch lasse ich sie fließen, sonst zerplatze ich.

Was drückt, muss raus ;-)

Kurz wieder auf den Boden der harten Tatsachen kehrend. Ob nun Deine anfallenden Probleme mit den nicht vorhandenen Zeitfenstern oder meine derzeit miese Lebenslage „wichtiger“ sind, darüber möchte ich nicht diskutieren. Abgesehen davon, wäre es vermessen von mir zu sagen, lass die Krebsforschung, Krebsforschung sein – es geht um das (Über)Leben einer Frau.

Vielleicht kann ich Dir Deine tatsächliche Entscheidung erleichtern, wenn ich Dir sage, was ich mir wünsche.

Nein, auch falsch.

Die bisher verfassten Buchstabenkonstellationen sprechen für sich (mich;-).

Ich denke, die absolut richtige Entscheidung ist die, die Du fühlst! Wenn Du spürst, wie auch meine Zeilen in Dich hinein wandern, und Du keinen klaren Gedanken mehr fassen kannst. Versuche ganz tief in Dich hinein zu hören, und absolut ehrlich und aufrichtig zu sein. Lass Dein Herz entscheiden.


„Worte können nichtssagend sein. Gefühle sprechen für sich. Das Herz erzählt Dir die Wahrheit!“

Und absolut ohne jegliche emotionale Regung, rein rechnerisch, wünsche ich mir einfach, so viel Zeit, wie möglich mit Dir zu sein.

Nundenn…

PS: Die Gefühle meinerseits waren echt. Die Gefühle des Empfängers leider nicht.
Jedoch denke ich, dass diese Worte  einmal den Richtigen erreichen!



Freitag, 17. Oktober 2014

"The music in me" <> Sophie Zelmani

The Music in me

Deck mich zu...


Mir ist kalt. Seltsamerweise bin ich immer öfter irgendwie erleichtert, wenn das Wochenende vorüber geht. Erschreckend. Was ich daran noch wirklich genießen kann, sind die nächtlichen Stunden und das Ausschlafen. Selbstverständlich auch meine Musik. Diese welche mich immer trägt, führt, leitet, begleitet und heute irgendwie zudeckt. Eine warme Decke über mich legt. 
Sanft und fast unmerkbar auf meinen ausgekühlten Körper. Es fühlt sich wohlig an. Es spürt sich an, als würde ich mich mit den Tönen vereinigen. Mit den Klängen aus den Lautsprechern. Kaum vernehmbare Klänge einer weiblichen Stimme. Ich habe den Eindruck als würden sie mir ins Ohr flüstern: „Gib´ nicht auf, ich decke Dich zu“. 
Behutsam begleitet sie mich in die Nacht und lässt mich hoffen. 
Danke, Sophie! (©Bluesanne,Sonntag, 4. März 2007)

Sophie Zelmani - So long


Samstag, 20. September 2014

"The music in me" <> DJane Bluesanne

Vorspiel oder Blue in Red

 
Nach einer Odyssee über die Hügellandschaft nördlich Wiens, fuhren sie mit der Limone vor. Die Ladefläche war voll bis oben hin. Die komplette Musikanlage samt Boxen, Meterlange dicke Kabel, ein Rollwagen, zwei Kisten beladen mit Musik auf unterschiedlichen Tonträgern, vorwiegend Cds. Es war ein karges Dorf mit Kirche, Feuerwehr und einem Gasthaus. Hier sollte auch der heutige Auftritt stattfinden. Gut organisiert und geplant, wurde so ein Event immer angegangen. Doch, es gibt immer kleine Hindernisse. Diesmal, waren es einige Stiegen, die in den Saal nach oben führten. „Na, servas!“, wie bringen wir jetzt das ca. 70 kg schwere Equipment rauf. Vorab mal einen Kaffee für die Dame und ein Bierchen für den Herrn bestellt. Es wurden die starken Jungs aus der Gaststube angeheuert, um die Anlage zu schleppen. Für den Aufbau, war sie in Jeans, T-Shirt und flachen Turnschuhen gekleidet. Eher unscheinbar. Er, ebenfalls in Jeans, Sportschuhen, jedoch mit einem T-Shirt mit dem Aufdruck: „Backstage of Bluesanne“. Jeder Handgriff saß, in kürzester Zeit war die gesamte Musikstation installiert. Ein kurzer Soundcheck noch. Das war der erste spannende Moment, vor so einem Auftritt. Ein Warmlaufen für die Show, sich einstimmen, auf Touren bringen, wie man das auch immer bezeichnen mag, es kribbelte schon. Letzte Absprache mit den Gastgebern.


Nun ist Timing gefragt. Sanft zupft Carlos an den Saiten, ein anschwellendes Becken im Hintergrund, Spielereien mit der Gitarre, ein sanfter Trommelschlag, wellenartig spült sich die Melodie durch den Raum. Das Intro in dieser Form, dauert genau 2:30 min. Es herrscht absolute Stille währenddessen im Saal. Er, mit sonorer Stimme in kurzen und plakativen Worten, kündigt an.
Die Spannung ist groß, kurz durchgeatmet, und….raus….im Rhythmus der Musik stolziert sie in den Raum. „…präsentieren wir heute hier heute live…DJ Bluesanne!“ Genau, in diesem Moment wo sich plötzlich die Musik steigert, lauter wird, der Takt schneller, ein kurzes, dennoch prägnantes „Servus“ ins Mikrophon gehaucht. Jaaaaaaaaaaaaaa……..geil! Ich liebe diesen Moment


geschrieben am Freitag, 2. Juni 2006

"Limone" - voll mit Equipment

Soundcheck

mein Spielplatz

Backstage (Peter M. *1957-2010)

Samstag, 6. September 2014

#HugChallenge



Bluesanne bei Facebook


Angst und Panik!

Angst

Tagtäglich lese und höre ich unaufhörlich, Krieg, Flüchtlinge, Terror, Unglück, Gewalt, Waffen und ähnliche Begriffe, die definitiv Negatives vermitteln. Es sind jedoch nicht einfach nur Schlagzeilen, es sind tatsächlich Dinge die passieren. Schreckliche grauenhafte Ereignisse die Menschen verursachen. Aus welchen Gründen auch immer. Vieles davon kann ich als Pazifistin, ohnehin nicht nachvollziehen. Bei den Abscheulichkeiten, die derzeit geschehen setzt bei mir der Verstand aus. Unabhängig davon, bin ich ohnehin, durch meine persönliche Situation schon traumatisiert. Die Augen und Ohren will und kann ich aber nicht verschließen, somit fördert das zusätzlich meine Angst. Diesen komplett entziehen und ignorieren? Das empfinde ich für naiv. Und daher setze ich mich dem gesamten Wahnsinn aus und füttere damit meine bestehende Angst.

Wenn ich mir diverse Fernsehsendungen über Verbrechen ansehe, welche genauso tagtäglich geschehen, dann ist es für mich eher verständlich. Wenn der Ehemann seine Frau ersticht, damit er mit seiner jungen Geliebten ein neues Leben beginnen will. Dabei aber vergisst, dass er ohnehin einmal im Gefängnis landet. Und falls nicht, wird er es vielleicht auch bei der neuen Frau, wieder tun. Das ist zwar nicht gerade das normale Verhalten, jedoch noch gedanklich für mich noch fassbar. Selbst einen Mensch, der aus irgendeinem Grund ausrastet und ein Blutbad anrichtet, kann ich eventuell noch durchblicken. Nicht das man mich hier falsch versteht, ich habe dafür keinerlei Mitgefühl oder Verständnis, jedoch ich kann es für mich begreifen. Dieses Kapieren vereinfacht mir, damit einigermaßen umgehen zu können. Ich versuche in den meisten Bereichen mit Informationen und Wissen darüber, eine für mich adäquate und durchblickende Antwort zu finden.

Doch da gibt es unzählige Dinge, die ich selbst mit Erklärungen und Erkenntnissen irgendwie nicht ablegen und abhaken kann. Unabhängig davon, dass ich sie nicht begreife, erschüttern sie mich. Derart, dass ich in eine Art von Starre verfalle. Ich fühle mich in die Zeit meiner Kindheit zurück versetzt, wo Furcht und Angst zum Alltag gehörten. Mit dem Unterschied zu heute, dass ich es damals als Normalität empfunden habe. Weil ich ja nichts anderes kannte. 

5 Tage in der Woche, verprügelt und misshandelt und am Wochenende gab es dann sozusagen Waffenstillstand. In meiner Erinnerung, ging das schon vor meiner Schulzeit los und dauerte so lange an, bis ich dann in meine Ehe geflüchtet bin. In all den Jahren, kann ich mich an einen einzigen Vorfall erinnern, in dem ich mich zur Wehr gesetzt habe. Ansonsten, ließ ich alles geschehen. Es kam auch nie der Gedanke auf, ob das alles seine Richtigkeit hat. Es war einfach so. Ich weiß nur, dass ich mir damals, meine eigene Überlebensstrategie geschaffen habe. Mein Bett, war meine Höhle. Da versteckte ich Bücher unter dem Polster. Daneben stand ein kleiner Radiokassettenrecorder. Unter der Decke hörte ich mit einem Knopf im Ohr, nachts Radio und drückte gelegentlich auf die „Record+Play“-Tasten, um einige Lieder auf zunehmen. Diese Musikkassetten besitze ich noch heute. Wenige Bücher aus dieser Zeit, konnte ich auch retten. Oliver Twist, den ich mit 10 Jahren gelesen, aber zu dieser Zeit nicht wirklich verstanden habe. Und in dieser Welt, die für mich, aus heutiger Sicht betrachtet, eine Zufluchtsstätte war, fühlte ich mich wohl. Da konnte ich mich all dem widmen, was zu Hause verboten war. Diese Order, war klar und deutlich formuliert. Jeder Einfluss von außen war verboten. Weil, sonst könnte ja man auf die Idee kommen, dass zu Hause irgendetwas nicht richtig ist. Meine Schulfreunde durften mich nie besuchen. Mit einigen wenigen Ausnahmen, war das auch so. Ebenso war mir auferlegt, den Mund zu halten, und nur dann etwas zu sagen, wenn ich dazu aufgefordert wurde. Doch selbst da, waren die Worte bedeutungslos und entsprachen eher dem Befehl. Ja, es waren Befehle und Gesetze die da in dieser kleinen Welt herrschten. Wenn ich so recht überlege, war es so wie in einen der (früheren) Ostblockstaaten, rundum  eine hohe Mauer mit Stacheldrahtzaun. Dieses Oktroyieren ging in Fleisch und Blut über, und ich verhielt mich auch außerhalb meiner Wohnung, dementsprechend. Sprach kaum etwas, und war ständig im Hintergrund. Etliches ging an mir vorüber, weil es eben verboten war.

Diesen kurzen Rückblick in meine jungen Jahre führe ich hier deswegen an, um vielleicht ein wenig begreiflich zu machen, wie ich nun empfinde. Diese damalige Angst und gleichermaßen der Rückzug in meine eigene Welt, erlebe ich nun wieder. Mit dem Unterschied zu damals, dass dadurch keine lösende Veränderung stattfinden kann. Die Panik und Angst hat mich wieder voll im Griff. Die zu Beginn erwähnten Schreckensworte kreisen mich ein. Bauen sich wie Riesen vor mir auf und bedrohen mich. Dazwischen tummeln sich Millionen von Flüchtlingen auf der Welt (so viele, wie heute, gab es laut Medien in der ganzen Menschheit noch nie!). In dieser Reihe stellen sich dann auch die unzähligen verstorbenen Menschen, aus meinem nahen Umfeld auf. Hinzu gesellen sich kranke Freunde. Eingerahmt wird diese Heerschar des Horrors von Existenzängsten, Schmerzen, Ratlosigkeit, Hoffnungslosigkeit. Auch wenn ich nie das Gefühl „Familie“ empfunden habe, so war es doch einige Jahre so, dass ich zumindest die Zuversicht aus der relativ friedlichen Stimmung  der Umwelt schöpfen konnte. Heute bin ich umzingelt von dunklen Rauchwolken. Selbst kluge und wissende Leute, sprechen Ratlosigkeit aus. Menschen, die vor einigen Jahren immer positiv und hoffnungsfroh in die Zukunft geblickt haben, sind heute vorsichtig und finden ebenso wenige Antworten, wie es weitergehen soll.

Wenn ich spontan jemand auf der Straße jemand fragen würde: „Was machst Du, wenn Dein Kind Angst vor etwas hat?“, würden die meisten wohl darauf antworten: trösten, umarmen und ihm sagen: Du brauchst dich nicht fürchten, ich bin für dich da! Ich frage mich, wo sind die Menschen mit Verantwortung auf dieser Welt, die das heute tun? Die sitzen wohl schon selbst im Keller und heulen aus Angst und Panik. Verstecken sich, genauso wie ich damals,  unter einer Decke. Natürlich ist mir klar, dass es wohl nicht so einfach ist, Weltfrieden zu schaffen. Sonst wäre es doch schon längst so weit, oder?

Dazu ein kurzes Video:

Was ist eigentlich Utopie?


„Die Utopie ist aufgrund menschlichen Versagens nicht ausführbar“, ...denn sie stellt einfach zu hohe Anforderungen! (#StephenHawking)

Alles zu kompliziert, konfus, hoffnungslos.

Ohne Blick in die Zukunft,  lediglich Aufarbeitung der Vergangenheit um die Gegenwart zu überstehen.

Das kann und darf es doch wohl nicht sein.
Täglich vor der einzigen Entscheidung zu stehen, trinke ich noch einen Kaffee oder bringe ich mich um (geklaut von Albert Camus) ist auch nicht sehr fördernd für die Lebenslust. Diese Freude sollte ich doch mit 52 Jahren doch noch aktivieren können, oder? Nicht nur für wenige Augenblicke, zumindest für eine anhaltende dauerhafte Phase. Bevor bei mir etwas wirklich begonnen hat, war es auch schon wieder zu Ende. Es war gleichgültig ob ich nun zuversichtlich und motiviert voran ging, oder skeptisch und vorsichtig war. Das Ergebnis, war immer das Gleiche. Und das sage ich nicht aus einem tiefen Frust heraus, sondern die Tatsachen sprechen dafür. Hinfallen, aufstehen, hinfallen, aufstehen, permanent. Es macht müde und ist demotivierend. Die Helferlein, um diesen alltäglichen Krampf zu überstehen sind ähnlich derer in meiner Kindheit. Mit den Dingen zu beschäftigen, die mich ein wenig beruhigen. Musik. Malen. Schreiben. Lesen. Kaffee trinken, meine bescheidenen Garten auf Loggianien pflegen. Freuen über jedes Pflänzchen, das mir was zum Essen beschert, damit ich die Genmanipulierten Plastikfrüchte nicht kaufen muss. Zum einem schont es mein Budget und andererseits schmeckt es viel besser. Ernähre mich vorwiegend von selbstgekochten Speisen und backe auch meine Mehlspeisen im eigenen Ofen. Es hat in dieser Hinsicht doch auch einige Vorteile, wenig Geld zur Verfügung zu haben. Ich habe ganz einfach keine andere Wahl. Der Kampf es ändern zu wollen, der ist permanent aufrecht. Doch mein Körper weigert sich mittlerweile immer mehr, sich zu bewegen. Und wenn er es tut, dann nur äußerst beschwerlich und völlig unsicher. Wahrscheinlich überträgt sich die gesamte in mir angesammelte Angst auf meinen Körper, ich weiß es nicht.

Angst bereitet mir auch, dass ich kaum noch in der Lage bin, für andere Menschen da zu sein. Zumindest, war und ist das,  in meinem Leben, ein wichtiger und Energie bringender Faktor. Meine Sorge ist, dass ich dadurch hartherzig und unempfindsam werde. Doch solange ich noch den Schmerz anderer oft ärger spüre, als den eigenen, gibt es wohl noch Hoffnung, denke ich.

Noch unzählige andere Dinge, die mich in Schrecken und Lähmung versetzen, sind einfach enorm beschwerlich. Angst und Panik, wenn ich einigen Terminen entgegensehe. Diese versetzen mich in einen Ausnahmezustand. Völlig paralysiert und gleichzeitig flüchten wollend, bewege ich mich vorwiegend in meinen eigenen vier Wänden. Mein Verstand sagt mir, es gibt keinen Grund für diese Angst. Doch das hilft nicht. Ich sitze da, wie in einem Käfig ohne Tür, die man öffnen kann. Obendrauf fehlt mir meist die Courage zu schreien. So wie in meiner Kindheit, ich habe nie geschrien. Höchstens ein paar unsichtbare Tränen geweint. Diese geballte Angst potenziert sich indem dann obendrauf auch noch die Angst vor Unverständnis kommt. Wenn ich dann, eine Freundin oder einen Freund um Hilfe bitte. Und falls dann doch Verständnis und Mitgefühl da sein sollte, habe ich wiederum die Angst, alles erklären zu müssen. Warum und Wieso? Warum machst Du das nicht, wieso hast Du das nicht längst getan? Es klingt so irre, selbst für mich, wenn ich das nochmal lese. Aber es ist so.

Darum bleibt bei mir, wie auch offensichtlich in der Welt da draußen, Ratlosigkeit. Unruhe, Ungewissheit, Unsicherheit unendlich viele andere Un-Worte, die einfach Angst hervorbringen. Ein kleiner Kerzenschimmer könnte doch noch, für ein paar wenige Momente, in mir zu glosen. Sonst wäre mir alles egal, und ich würde keinen Kaffee mehr trinken.

Diese Worte wären für die Zukunft wünschenswert und erstrebenswert, sie viel öfter zu Lesen oder zu hören: 
  • Liebe,
  • Frieden, 
  • Respekt, 
  • Freiheit, 
  • Toleranz!

…und diese nicht nur um sie wahr zunehmen sondern auch spürbar machen.

Deshalb schenke ich Dir lieber Leser eine Umarmung. 
Sie nimmt mir, wie vielleicht auch Dir, auch ein wenig die Angst.

Gerne auch zum Weitergeben und teilen an andere Menschen.
Vielen Dank!





Freitag, 22. August 2014

"The music in me" <> John Lee Hooker

Music in me

John Lee Hooker in Leopoldau


Plötzlich stand er vor der Tür. Der schmale und etwas hagere Mann, mit meiner Meinung nach, viel zu langen Armen. Schwarzer Anzug, graues Hemd, Socken und Krawatte schwarz mit weißblitzenden Sternen, unübersehbar blinkend und selbstverständlich schwarzer Hut JLH-Hut und Sonnenbrille. Draußen dämmerte es schon. Doch mit einem Mal, wurde es hell in meinem bescheidenen Heim. Er streckte mir seine knochige Hand mit überdimensionalen Goldringen entgegen und flüsterte mir zu: "Hi, Susi Baby". Er durfte das sagen! Ich sagte nichts. Mein gesamter Körper bestand nur mehr aus einem einzig pochenden Herz. Zittrig stellte ich ihm eine Tasse Kaffee auf den Tisch und schob ihn die Zuckerdose hinüber. Er saß auf meinem roten Sofa. Hinter ihm flackerten einige Kerzen. Es sah aus als würde sein Profil von einem Nimbus umgeben. 


Nachdem er seinen Kaffee ausgetrunken hatte, und dabei mindestens 3 Zigaretten geraucht hatte, nahm er die Epiphone Sheraton AN1. Er legte sie zärtlich, wie man eine Frau hält, in seine Hände. Wie viele Akkorde braucht man um in den Himmel zu fliegen? Mir war es egal. Ich war schon längst nicht mehr da. Auf den Klängen, die durch den Raum vibrierten, ließ ich mich treiben. Völlig enthemmt und berauscht vergaß ich für einige Minuten, Stunden, keine Ahnung wie lange, alles was sich bisher all die Jahre in meinem Gehirn angesammelt hatte.

Blues before sunrise im Redhouse an einem Rainy Day. Zum Abschied: Don´t look back und I love you honey.

I love you too, Johnny! Ich durfte das sagen!

Nachdem, ich wieder bei Sinnen war, zumindest nur noch im Halbrausch, erinnerte ich mich, dass dies wieder ein Spiegel einer Zeit meines Lebens war. Diese Musik brachte mir im März 1997 ein Freund aus Amerika mit. Von welchen ich sicherlich den ersten Arschtritt meines Lebens in mein neues Leben bekam. Danke mein Freund, wo immer Du heute sein magst.

Vielleicht sollte ich meine persönliche Hall of Fame gründen. Für meine Sterne, die mich ein Stück in meinem Leben begleiten.

...achja, so zwischendurch mischte sich da frech Van Morrison ein. Na, vielleicht bekomme ich auch noch von ihm Besuch. Dann muss ich ihn aber fragen, was T.B.Sheets sind.

Wien, 25.Mai 2006

Happy Birthday John Lee
 (* 22. August 1920 in ClarksdaleMississippi; † 21. Juni 2001 in Los AltosKalifornien

Don´t look back



Donnerstag, 21. August 2014

"The music in me" <> Les amants - Willy DeVille

Music in me

Les chat bleu (Die blaue Katze)


Als ich mich vor mittlerweile 13 Jahren auf den Weg machte, um die Freiheit zu finden, saß ich in einem Kaffeehaus. Damals besaß ich lediglich eine CD von ihm. Damals konnte ich nicht erahnen, welch Bedeutung diese und viele andere Musik in meinem Leben haben könnte. Nicht, dass mich zuvor keinerlei Musik interessierte, oh doch. Auch damals sammelte ich schon unzählige Schallplatten. Doch ich konnte noch nicht reinfallen. Versinken in die Unendlichkeiten der Melodien. Sie nimmt mich in Besitz und befreit mich zugleich. Ich bin unendlich dankbar, dass ich diese Droge legal konsumieren kann. Und es gibt auch keinerlei Substitution dafür; vielleicht noch ein paar zusätzliche Obsessionen als Zugabe.



Heute bin ich wieder voll drauf. Seit nunmehr sicherlich 5 Stunden läuft durchgehend Musik. Um nicht permanent Tonträger wechseln zu müssen, habe ich den PC an meine Anlage angeschlossen. Wenn ich einen derartigen musikalischen Marathon betreibe, darf auch er niemals fehlen. Egal welche Stimmung ich gerade habe, irgendein Song passt immer.

Die Reise in meine neue Welt, führte mich zu Beginn auf etliche Konzerte eines österreichischen Künstlers, den ich ebenfalls sehr schätze. Wie es der Zufall will, trägt er denselben Vornamen wie der Sänger, der Freitag verstorben ist. Im Alter von 58 Jahren ist er los geflogen. Er gesellt sich nun zu all den anderen musikalischen Genies im Himmel. Dort oben wird die absolute Band gegründet. Ob es nun Falco, Jim Morrison, Mozart, Jimmy Hendrix, Soraya, Ella Fitzgerald, Michael Jackson und und und…allzu viele sind es schon. Viele werden noch folgen, bis das himmlische Orchester vollständig ist. Gemeinsam werden Sie eine feudale Jamsession produzieren. Jeder wird seine Genialität einbringen. Sie werden noch lange üben, bis zum Auftritt Ihres Daseins. Neue Dimensionen in einer neuen Dimension werden sich eröffnen. Sphärische Klänge werden Sie erschaffen. Diese Musik die erklingen wird, wird jegliche Liebe schaffen, welche auf dieser Erde, allzu selten vorkommt. Sie wird in sämtliche Ohren aller Lebewesen kriechen. Sie wird verzaubern und Glückseligkeit erzeugen. Ein Wonnegefühl für die Ewigkeit. Mit Leichtigkeit schwebend werden die Töne Alles in einen Garten Eden der Zufriedenheit verzaubern. Eine Welle von Endorphinen wird die Seelen befallen. Es wird ein multiples Ereignis, jeder wird seine persönliche Symphonie mit all seinen Sinnen erfassen.

So wie mich heute schon dieser Virus der Musik infiziert hat, und mich immer wieder in Besitz nimmt. Dabei fließt es in meinem Kopf und Körper. Kreativitäten sprudeln nur so heraus. Deshalb habe ich heute ein neues Projekt meiner künstlerischen Einfälle begonnen.


Meine „Bluesanne-Katze“ wird auf meine nach Farbe schreiende Betonwand gepinselt. In der Größe von 600 x 800 mm. Die für mich etwas schwierigere Angelegenheit, eine Skizze der blauen Katze, an die Mauer zu bringen, übernahm mein Liebster. Die farbliche Gestaltung erledige ich, welche mir wahrscheinlich einen Muskelkater in meinem rechten Arm einbringt. Aber wenn ich mir das bisher Geschaffene betrachte, bin ich stolz und zufrieden. Dieses Werk, entsteht aus einer Symbiose von Musik und Farbe. Es wird nun nicht nur meine Persönlichkeit zum Ausdruck bringen, welche sich hinter diesem Symbol verbirgt. Nein, es wird auch ein Dankeschön an den Willy DeVille sein. Im Gedenken an die beiden Live-Konzerte, die ich miterleben durfte. Vielleicht klebe ich auch die vertrocknete Rose, die ich von ihm ergattert habe dazu, mal sehen.
Wien, 09.August 2009

Les Amants - Willy DeVille

Bluesanne on the wall

Montag, 18. August 2014

Kunst - wozu?

Warum machen wir Kunst?

Kunst ist...www.bluesanne.at

  • weil wir Freude an Kreativität haben
  • weil wir anderen Freude bereiten wollen
  • weil wir experimentieren und oder
  • weil wir inspirieren wollen
  • weil wir vielleicht auch reich und berühmt werden wollen.
Ich tue es aus Obsession, weil ich gar nicht anders kann.  Es ist der innerliche Drang, meine Hirnspielereien in Worte, Bilder oder Musik zu verzaubern. Diese dadurch, für mich selbst zu verarbeiten, oder auch anderen etwas (auf) zu zeigen.



Keine Sorge, ich komme hier nicht betteln!

Ich möchte lediglich auch aufzeigen, dass Kunst auch manchmal bewegen kann, zumindest versuche ich das seit geraumer Zeit. Mag ja sein, dass sich hier auch einige ideenreiche Inspirationen und Entwicklungen ergeben. Vorab Danke ich mal fürs aufmerksame Lesen.

Mehr davon gibt es in meinen Notizen unter „Monetäre Kreativität“.  (Monetäre Kreativität 1.)

Bilder und Musik findet Ihr bei der „Blauen Katze“ – Bluesanne.

Nundenn..lasst uns weiter kreaktivieren!


MEIN ALPHABET DER LIEBE UND DES LEBENS!

Corazon - www.bluesanne.at

  • Aufrichtigkeit
  • Besonnenheit
  • Contenance
  • Demut
  • Ehrlichkeit
  • Freundschaft
  • Güte
  • Hilfsbereitschaft
  • Integrität
  • Ja
  • Kooperation
  • Loyalität
  • Mut
  • Nachsicht
  • Objektivität
  • Präsenz
  • Qualität
  • Respekt
  • Sensibilität
  • Treue
  • Unbeschwertheit
  • Vertrauen
  • Wertschätzung
  • X XXX
  • You
  • Zärtlichkeit

Wien, 26.02.2013

Freitag, 15. August 2014

"The music in me" <> [Máh-Ná-Máh-Ná (Mahna Mahna)]

Music in me
Máh-Ná-Máh-Ná (Mahna Mahna)

Diese hier verfassten Beiträge beschäftigen sich ja vorwiegend mit musikalischen Themen. Zusammenhänge, Erinnerungen, Erlebnisse, Stimmungsbilder, Befindlichkeiten usw. Derzeit ist meine Grundstimmung eine sehr ruhige und gelassene, ja schon fast aufs äußerst entspannte. Obwohl ich gestern mit Tatü und Blaulicht per Rettung in die Notaufnahme des Spitals eingeliefert wurde. Oder vielleicht gerade deswegen, filtern sich dann wieder einmal Prioritäten. Was gestern noch wichtig war, ist heute schon zweitrangig.

Völlig spontan habe ich mir vor ein paar Wochen einen Laptop zugelegt. Eigentlich, vorrangig für meinen DJane – Job. Das Equipment ist ja ohnehin schon so umfangreich und gewichtig. Auch wenn es nicht ganz meinen Vorstellungen von „Platten auflegen“ entspricht, es ist ganz einfach praktisch.

Nun kuschelt sich dieser elektronische Neuerwerb auf meinem Schoss und ich surfe mich so durch das Internet. Recherchiere unterschiedlichste Musikstücke. Ganz besonders spannend finde ich es, die ursprüngliche Fassung, sprich das Original, eines Liedes zu entdecken. Und die Geschichten dahinter sind oft äußerst interessant.

So wie die des Songs: Máh-Ná-Máh-Ná (Mahna Mahna) !


Ursprünglich komponiert von Piero Umiliani (* 1926, † 2001) für den Softporno-Dokumentarfilm Schweden - Hölle oder Paradies? / (Svezia, inferno e paradiso. Interpretiert und gesungen von Giorgio Moroder (Südtiroler Komponist und Produzent). Aber so richtig bekannt und humorig wurde dieses textreiche Musikstück mit Unterstützung der Puppen der Sesamstrasse oder der Muppets. Dieses Video habe ich nun zu meinem „Aufheiterungsstück“ Nr. 1 gewählt.

Wien, 07.Oktober 2008


The Muppets

"The music in me" <> [Heather Nova - My fidelety"]

Music in me
My fidelity

Is it something ritual
I`m caught in,can`t break the spell?
Is it moving in my body
Is it biological?
I gotta hand it to you
You’ve got one heart ten times divided.
Did you cut yourself in pieces
To get them all inside?

You dream about her,can`t you see?
She’s only shining bright
`Cause she’s so out of reach.
You dream about the seven seas
While I’m staying home each night,
Making love to my fidelity.

I’m rocking in my bed
I can’t talk can’t think can’t sleep.
And nothing’s jumping fences,
I only count what I cannot keep.
I lick my wounds,
I chase my instinct like a cat.
I don’t know how I got so good
Or why my heart’s a trap

Why I love you, why I love you
Why I love you I don’t know,
Why I love you, why I love you, why.
Taking sides with my enemy
Making love to my fidelity

I’m landlocked, stuck in here,
I don’t want to take my freedom.
I can’t change what makes me high
And I can’t change what I believe in.
I’m not pleasing no guru,
I’m not out to look for Jesus.
I’m not afraid to break the rules
It’s just, one love keeps me breathing.

Why I love you...

Heather Nova


Eine Stimme, die unvergleichlich mit keiner anderen ist, welche ich bisher kennen gelernt habe. Wenige Frauentöne gehen mir so unter die Haut wie diese. Mag auch sein, dass dies wieder einmal einer dieser Melodien ist, die einen bestimmten Zeitraum unterstreichen. Untermalt wurde mir dadurch ein intensivster Kontakt zu einem Menschen, den ich bis dato nie real getroffen habe.
Aber bis heute, habe ich das Gefühl, er ist ganz nahe bei mir. Tief in mir drin. Ob es nun die Worte oder einfach nur die Eindrücke sind, die mich jedes Mal überkamen, bei der Konversation. Eigenartige Strömungen wurden aktiviert. Mein Körper wurde belebt. Durchflutet von wellenartigen Reizen. Rausch, ein Driften in eine völlig unbeschwerte Welt. Ein Ort, wo sich so mancher besoffener oder eingerauchter Mensch ab und an findet. Eine Leichtigkeit, ein Schweben über all den Alltäglichkeiten, die man erträgt. Ein Paradies, welches nicht schöner sein kann. 
Diese Kommunikation fand vorwiegend schriftlich statt. Ganz wenige, so genannte Stammdaten, sind mir von diesen Menschen bekannt. Wie unwesentlich das war und ist, wird mir immer wieder bewusst, wenn ich an diese Gespräche denke. Oft frage ich mich, habe ich es wirklich erlebt? Es war nicht Einbildung, es war nicht der Wunsch des Gedanken, es war auch keine Übertragung meiner Sehnsüchte auf diesen Menschen. Es war und ist auch heute oft noch so real, realer oft, als die absolute Realität, die ich erfahre. Habe ich diesen Menschen in mein Herz geschlossen, ob wohl ich ihn noch nie in seine Augen sehen durfte? Ich habe die Umarmungen, die Gedanken, die Schmerzen, die Sehnsucht, die Wärme und die schüchternen Küsse gefühlt. So stark, dass ich heute in ihm meinen absoluten Stern in der Finsternis betrachte. Das Wahre, wonach ich mich sehne. 

Die Umarmung, bis an mein Lebensende!

My fidelity – meine Treue!
Heather...voice like a bell


Auch wenn oft mehrere Tausend Kilometer zwischen uns lagen, so nahe war und bin ich noch nie einen Menschen gewesen. Und Heather hat es offensichtlich vermittelt!

Wien, 09.April 2007



My fidelity - Heather Nova


Donnerstag, 14. August 2014

"The music in me" <> [In-A-Gadda-Da-Vida]

Music in Me

Eine Recherche sagt mir, dass sich dieser Songtitel, aus einem unter Drogen stehenden Sänger, geformt hat. 

Ursprünglich hätte es "In the garden of Eden" heißen sollen. Wie auch immer. 

Iron Butterfly, 1968. Ein Klassiker, Kult und sicherlich klassisch im Sinne der E-Musik, ein zu ordnen. Versuche ja diese Klassifizierungen meist zu unterlassen, weil für mich nur der "Spürfaktor" bei der akustischen Befriedigung zählt. 

Und weil dem so ist, zog ich mir diese 17:05 min. andauernden Klangschwaden in meinen Schädel und in meine Seele. Um etwas bzw. mich oder sonst irgendwas zu finden und zu fühlen. Der Alkohol hat es nicht geschafft. Diese Anhäufung von emotionsgeladenen Tönen drang tatsächlich kurzfristig offensichtlich in mein Hirn ein, und bewirkte eine Art Reinigung. Mülltrennung in der Seele. 




Sicherlich Gesundheit schonender als Drogen und Alkohol. 

Musik ist nun mal für mich eine Sucht oder Obsession. 


Gut, dass es sie gibt! 

Wien, 19.Feb.2007





Iron Butterfly



Mittwoch, 13. August 2014

Depression

Diese komplexe Erkrankung, welche Millionen von Menschen persönlich und als Angehörige ein Leben lang (be ) trifft, auf knappe 10 Minuten zusammengefasst.


Garniert mit Gemalten und einer musikalischen Beilage.
Keine Sorge, dieses Filmchen macht nicht depressiv, dazu braucht es wohl mehr als nur 10 Minuten im Leben.
Es soll vielleicht zum Nachdenken anregen, ein wenig Einblick gewähren, zur Information dienen.
Vielen Dank! 


D e p r e s s i o n


Donnerstag, 31. Juli 2014

(Un)Möglich !?

Dies ist eine persönliche

Hommage für

Conchita Wurst


[Gleichzeitig aber auch meine "Hausübung" für meine laufende Therapie.]



Einfach faszinierend. 
Wohl nur eine, der unzähligen bewunderten Worte, die ich für diese Person finden kann.


Als ich am 10.Mai 2014 am Abend vor dem Fernseher lag, fieberte ich,  wie fast in all den vergangenen Jahren, dem Songcontest entgegen. Dieses Mal, mit einem Gipsfuß. Am Vortag war ich sehr unglücklich, im Garten meiner Tante gestürzt und hatte mir den linken Knöchel gebrochen. Mein erster Knochenbruch überhaupt. Eine der unendlich vielen negativen Erlebnisse in meinem Leben. Die wenigen Momente, in denen ich so tiefgehend positiv berührt war, kann ich an einer Hand abzählen. Einer dieser Augenblicke war der grandiose Sieg von Conchita mit ihrem Lied: „Rise like a Phoenix“. Trotz meines Gipsfußes, sprang ich vor Freude, von meinem Sofa und freute mich sicherlich genauso wie sie, unglaublich. Ich hatte Gänsehaut, als sie dann, wie üblich bei diesem Event, das Siegerlied noch einmal sang. Die Stimme, das Outfit, die Gestik das Gesamtbild war einfach perfekt und berauschend. Ein wohlig warmer Strom floss durch meine Seele.

Seitdem vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht mit ihr beschäftige. Ich verfolge alles was ich so im Internet finden kann. Bin der „Wurstgemeinde“ (Fanseite bei Facebook) beigetreten, suche alle nur auffindbaren Videos. Bevor ich hier zu schreiben begann, suchte ich verzweifelt ein passendes Foto. Ein Bild, das für mich persönlich das zeigt, was ich in diesem Menschen sehe. Eine Symbiose von Mann und Frau in einer Person. Eine klare Aussage: „Leute seht her: Ich bin, wie ich bin!; habe einen Bart, lange Haare, unendlich viel Make Up in meinem Gesicht, aufgeklebte Wimpern, muskulöse Oberarme, trage einen BH, Kleider, unendlich hohe Schuhe, usw.“ Doch es ist nicht ausschließlich das optische, das so packend ist. Es ist ihre Stimme, ihre Sprache, ihre Wortwahl bei etlichen Interviews, die ich schon gehört und gesehen habe. Egal, wo und wie sie befragt wurde, sie fand immer die richtigen Worte dazu. Höflich, direkt, wortgewandt und immer mit einem klaren Blick und einem bezaubernden Lächeln auf den Lippen. Und das auch in perfektem Englisch. Sie hat ein Ziel und eine Botschaft.


Es gibt wohl noch unzählige andere Gründe und Ursachen, warum mich Conchita, so in den Bann gezogen hat. Jedoch ein Motiv ist ganz klar. Es ist die Anziehungskraft, die Männer auf mich haben, welche sich phasenweise optisch in die weibliche Rolle begeben. Und zwar so, dass man als Frau, vor Bewunderung dieser Weiblichkeit, auf die Knie fallen muss. Extreme Betonung aller nur vorhandenen femininen Attribute. High-Heels, mit denen kaum jemand laufen kann, Kleider, extrem Figur betonend, das Make-Up perfekt unverwüstlich, endlos lange schlanke Beine, usw. Einfach lockend und verlockend. Diese Erscheinung einer Person, die nach außen perfekte Frau ist, doch ein Touch von Mann ist immer dabei. Das macht es für mich so spannend. Es spiegelt für mich die grenzenlose Möglichkeit eines Menschen, sich zu zeigen. Nicht nur nach außen. In uns steckt nicht nur eine Person. Wir haben viele Facetten. Diese Vielfalt benötigt Freiheit. Unabhängig von den üblichen Vorstellungen der Gesellschaft. Eine Herausforderung an Menschen, die nur das eine oder andere sehen wollen. Ich will alles sehen und vor allem spüren. Darum wird es weiterhin ein harter Weg, meine Zukunft, so zu gestalten, wie ich sie mir erträume. Meine Pfade verfolgen, mit so viel Herz und Leidenschaft, wie es wohl Conchita auch tut. Das machen, was in mir steckt, das anstreben, was mich glücklich und vor allem zufrieden macht. Natürlich wesentlich mehr dieser wohlig warmen Gefühle, die durch meinen Körper strömen und meine Seele berühren. Momente, die Energie und Hoffnung bringen. Die uneingeschränkte Zuversicht, in das, was ich mache. Vertrauen und Glaube an mein Tun. Ich weiß, ein großes Vorhaben, mit wohl noch weiteren vielen Brüchen und Schmerzen auf dem Weg bis dahin. Begeisterung, Engagement und Herz wieder finden und leben. Unzerbrechlich sein, aber nicht hart werden. Beschützt durch eine Aura voll Gewissheit. Eingekleidet, aber nicht verkleidet.


Nach Innen und Außen ein Lächeln. Berührend, unter die Haut gehend und viele andere Menschen infizierend. Freiheit und Friede als ansteckendste Seuche der Erde. Mitreisend, einnehmend, charmant und gewinnend für Respekt und Toleranz gegenüber dem, was nicht alltäglich oder üblich ist. Schadlos und nachhaltig.

Conchita #BluesanneMinis
04.10.2014 
9 x 7 cm 
Acryl + Varnish auf Leinwand + Staffel

Donnerstag, 17. Juli 2014

Ein Gipsfuß - kein Beinbruch (Die unsichtbare Wunde)

Dieses Bein war beim RollingStones Konzert!





















Der Mensch an sich, ist ein Wesen, welches vorwiegend mit den Augen registriert, wie sein Gegenüber auf ihn wirkt. Der erste Blick fällt unterschiedlich aus. Der eine sieht einem ins Gesicht, der andere betrachtet die jeweiligen Attribute, die ihn ins Auge fallen, wie z.B. das Hinterteil, die Augen, die Haare, der Busen usw. Das ist bei Mann und Frau divergent.
Einige Leute sehen wenig bis überhaupt nicht hin. Wenn er etwas Ungewöhnliches entdeckt, sieht er dieses vielleicht. Wie in meinem Fall, derzeit einen Gipsverband an meinem linken Bein. Dieser reicht vom Knie bis zu den Zehen. Und ich wurde schon, das eine oder andere Mal, darauf angesprochen...
Ein besonderer Blickfang, war dieses linke Bein, auf dem Konzert der Rolling Stones. Ein Freund hatte mir die RS-Zunge auf den Gips gemalt. Etliche Male wurde ich sogar damit fotografiert. Ich war erstaunt und erfreut über die Anteilnahme und das Interesse. Derartige Aufmerksamkeit schmeichelt meinem Ego. Ich könnte nicht behaupten, dass es unangenehm war.
Diese interessierte Zuneigung fehlt jedoch Menschen, welche es aus unterschiedlichen Gründen, schwer haben, offensiv und aktiv mit Menschen zu kommunizieren. Eine Krankheit, die einem in die Einsamkeit verbannt. Eine Krankheit, eine Wunde, die man äußerlich nicht erkennt. Weil diese Krankheit unsichtbar in der Seele von statten geht. Durch unterschiedliche Ursachen und Hintergründe verursacht. Unzählige Stürze und Schläge im Leben, die sich unendlich schmerzhaft als schwarze Flecken in die nackte Seele tätowieren. Nach und nach betäuben sie Deine Lebensfreude. Tief verborgen, verhüllt in den dunklen Ecken des Kopfes. Und weil sie so mysteriös im Mensch schlummert, wird sie von anderen Menschen nicht wirklich registriert. Und ich denke, manche wollen es gar nicht sehen oder bemerken. Weil es für sie unerklärlich und nicht nachvollziehbar ist.
Einige meinen wohl auch, dass alles nur eine Frage von Disziplin und Lebenseinstellung sei. Da kann ich nur teilweise zustimmen. Ratschläge, Tipps und Lebensanleitungen kommen und man steht ratlos davor. Man kann damit im Augenblick nichts anfangen. Sie fallen ins Leere. Wenn man ein Bein gebrochen hat, muss man gewisse Hinweise des Arztes beachten und nach der Gipsabnahme, das Bein wieder aktivieren. Stärken in Form von Physiotherapie z.B. Wenn die Seele krank ist, welches Training gibt es da? Psychotherapie, Reha-Klinik, Selbsthilfegruppen oder andere therapeutische Maßnahmen. Geduld ist angebracht. Soziale Kontakte zu pflegen war vor dieser Zeit, nicht wirklich schwierig für mich. Doch in den vergangenen Jahren, wurde es immer anstrengender und fast unmöglich, mich meiner Umgebung zu widmen. Ich machte mich unsichtbar und wurde dadurch wohl auch nicht mehr wahrgenommen. Ein teuflisches Perpetuum mobile. Rein vom Verstand, ein Kreislauf, der sich ohne weiteres durchbrechen ließe, doch der unsichtbare Gips zwingt mich in die Knie. Ich sitze, sozusagen als Emotionskranke im Rollstuhl ohne Räder.
Etliche Barrieren stehen im Weg. Vor allem die Furcht vor Unverständnis, Abneigung, Widerstand und Gegenwind. Als vor gut einem Monat, der Gips abgenommen wurde, versuchte ich wieder zu gehen. Kaum noch benutzte ich eine Krücke dafür. Doch dann knallte ich mit voller Wucht wieder auf das verletzte Bein. Der zweite Gips ziert wieder mein linkes Bein. Liegen und zwei Krücken sind wieder angesagt. Ohne Hilfe und Unterstützung schaffe ich gerade die kurzen Wege in meinen eigenen vier Wänden. So scheint es auch mit der psychischen Wunde zu sein, ohne Mitwirkung von außen, werde ich kaum mehr hoch kommen. So mein Eindruck. Die von mir bevorzugten Heilmittel: Musik, meine Malerei, Alltagsphilosophie verfassen, lernen, recherchieren, neugierig sein und Menschen, die gerne nachhaltiger betrachten. Sehen, auch wenn es nicht sofort ins Auge fällt. Manchmal muss man auch hinter die Kulissen sehen, um zu verstehen. Für mich steht oft der Hintergrund im Fokus. Ich denke, wir sind durch die Flut an äußeren Eindrücken, derart überfordert, dass es nicht leicht fällt, zu selektieren.
Wie sagt man so schön, wer die Wahl hat, hat die Qual. Jedoch, kann sich durch eine wohlbedachte, mit etwas mehr Zeit verbundene Betrachtung, überraschend auswirken. Im Augenblick, akzeptiere ich meinen „Gips“, auch wenn er nicht mit dem tollen Rolling-Stones – „Schlecker“ verziert ist. Mag ja sein, dass dieses freche Emblem, noch tief in mir schlummert und eines Tages wieder zum Vorschein kommt. Bis dahin, humple ich weiter durchs Leben, und hoffe von ganzen Herzen, dass ich in Zukunft, so wenig wie möglich auf den Boden knalle Das Aufstehen und vor allem das Gehen, kostet mich schon zu viel zu viel Energie. Meine Ressourcen neigen sich dem Ende entgegen und ich habe oft den Eindruck, mir läuft die Zeit davon. Schneller, als ich es kaum erfassen kann, in meiner langsamen und kleinen Welt. Eine Zelle, die ab und an, auch ein Platz für aufmerksame Menschen hat. Vielen lieben Dank für den geistigen Blick auf meine Zeilen!